In der Projektwoche der Grundstufe drehte sich alles um die Sonne, ihre Kraft und den richtigen UV-Schutz. An drei abwechslungsreichen Projekttagen konnten die Kinder experimentieren, gestalten, entdecken und ganz praktisch lernen.
Von Dienstag bis Donnerstag verwandelte sich die Grundstufe Anfang Juli in eine bunte Projektlandschaft. Unter dem Thema „Sonne und UV-Schutz“ beschäftigten sich die Kinder auf ganz unterschiedliche Weise mit der Frage, wie wohltuend und wichtig die Sonne für uns ist – und wie wir uns gleichzeitig vor zu viel UV-Strahlung und Hitze schützen können.
Aus insgesamt sieben Projekten durfte jedes Kind drei Angebote auswählen. Die Ergebnisse, Erkenntnisse und persönlichen Eindrücke wurden in einem selbst erstellten und individuell gestalteten Projektheft festgehalten. So entstand im Laufe der Woche nicht nur viel neues Wissen, sondern auch eine ganz persönliche Erinnerung an die gemeinsamen Erlebnisse.
Im Projekt „Sonnen malen“ stand die künstlerische Gestaltung im Mittelpunkt. Mit Stempeln, Mustern und unterschiedlichen Materialien entstanden farbenfrohe oder auch schwarz-weiß gehaltene Sonnenbilder. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie verschieden ein einziges Thema interpretiert werden kann.
Abenteuerlich wurde es bei der „Rallye durch das Schulhaus“. Sieben Rätsel warteten darauf, gelöst zu werden. Begleitet wurden die Gruppen von freiwilligen Schülerinnen aus der Klasse „Superhaufen“, die den jüngeren Kindern hilfreich zur Seite standen. Am Ende der Rallye wartete ein kleiner Schatz mit schönen Überraschungen. Wer anschließend noch nicht genug gerätselt hatte, fand an den Tischen im Gang zusätzliche Aufgaben rund um das Thema Sonne.
Beim „Bau von Musikinstrumenten“ aus unterschiedlichen Materialien waren Kreativität, handwerkliches Geschick und Geduld gefragt. Es entstanden Trommeln, Rasseln aus Käsedosen und Regenmacher. Besonders das Einstechen der Nägel in einem bestimmten Muster erforderte bei den Regenmachern viel Konzentration und Fingerfertigkeit.
Begleitet wurde das Basteln zeitweise von einem Lied, das sich schnell zum Ohrwurm der Projektwoche entwickelte: „Creme dich ein, Mathilda!“ Schließlich sollte das Stück beim Abschlussfest gemeinsam aufgeführt werden – und bis dahin musste natürlich fleißig geübt werden.
Beim Landart-Projekt ging es hinaus ins Freie. Zunächst sammelten die Kinder verschiedene Naturmaterialien, legten sie auf einem Tuch aus und betrachteten und besprachen ihre Fundstücke gemeinsam. Bei Spielen zur Naturwahrnehmung und Sinneserfahrung, darunter
„Merken und Finden“ und die „Lebende Kamera“, wurde die Umgebung besonders aufmerksam wahrgenommen. Nach der Pause ging es weiter mit der Geschichte vom zersplitterten Regenbogen. Nachdem die Kinder sie gehört und gemeinsam besprochen hatten, legten sie aus Blüten, Gräser und andere Naturmaterialien in den sieben Farbnuancen einen eigenen Regenbogen – einfach schön!
Wie wichtig Wissen rund um Sonne und Hitze sein kann, zeigte das Projekt „Erste Hilfe“. Gemeinsam wurde besprochen, was der UV-Index bedeutet und wie man sich wirkungsvoll schützen kann, beispielsweise durch Schatten, geeignete Kopfbedeckungen, Sonnencreme, ausreichend Flüssigkeit und regelmäßige Pausen.
Auch die sogenannten Checkerregeln, das richtige Verhalten bei Sonnenstich oder Hitzschlag, das Anlegen von Verbänden und Pflastern sowie die stabile Seitenlage wurden geübt. Eine besondere Unterstützung waren freiwillige Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse aus dem Schulsanitätsdienst. Obwohl sie gerade erst ihre Prüfungen hinter sich gebracht hatten, nahmen sie sich Zeit für die Grundstufenkinder und stellten sich geduldig als Übungspartner zur Verfügung.
Im „Sonnencreme-Experiment“ stellten die Kinder ihre eigene mineralische Sonnencreme her und füllten sie anschließend in kleine Döschen ab. Dabei lernten sie, dass mineralische Sonnencremes anders wirken als viele herkömmliche Produkte.
Mithilfe einer Glasplatte, buntem Papier und der selbst hergestellten Creme wurde ihre Schutzwirkung anschaulich getestet. Grundlage des Projekts war der Leitfaden zur Projektwoche mit dem Sonnenschutzclown der Deutschen Krebshilfe. So wurde ein wichtiges Gesundheitsthema verständlich, praktisch und kindgerecht vermittelt.
Beim „Garten im Glas“ wurde zunächst der Wasserkreislauf besprochen sowie der Aufbau des Flaschengartens. Anschließend bereiteten die Kinder die benötigten Materialien vor. Sand und Kies wurden vorbereitet und Kohle wurde vor dem Schulhaus zerkleinert. Danach wurden die Materialien sorgfältig in die Gläser geschichtet. Jedes Kind suchte sich draussen ein bis zwei geeignete Pflanzen. Zusätzlich konnten von den Lehrkräften besorgte Sukkulenten verwendet werden. Mit viel Geduld entstanden kleine Gärten, die ihr eigenes Ökosystem bilden. Besonders beeindruckend war die Geschichte des vermutlich ältesten Gartens im Glas: Er besteht bereits seit 66 Jahren und wurde nach zwölf Jahren nur ein einziges Mal geöffnet, um etwas Wasser nachzufüllen.
Für besonders viel Spaß sorgte das Kirschkernweitspucken vor dem Schulhaus. Zunächst lag der Rekord bei knapp vier Metern. Doch dabei sollte es nicht bleiben: Am Ende flog der weiteste Kirschkern sogar deutlich über das ausgemessene Feld hinaus und landete im Blumenbeet.
Am Freitag um 10:50 Uhr kamen dann alle Kinder der Grundstufe gemeinsam mit ihren Familien in der Turnhalle zusammen, um den Abschluss zu feiern. Nach einer herzlichen Begrüßung eröffnete der pädagogische Vorstand Fabian Hellas die Veranstaltung mit einer kurzen Ansprache.
Danach sorgte der Chor mit drei Liedern für gute Stimmung. Besonders fröhlich wurde es beim Kanon über Mango, Kiwi, Ananas und Bananen, bei dem schließlich alle Anwesenden begeistert mitsangen. Ein gut gelauntes „Mmmhhhmmm!“ hallte durch die Halle.
Bei der Übergabe der KMA-Urkunden wurde es emotional. Alle Kinder der dritten Klassen erhielten ihre Urkunde sowie als kleine Anerkennung eine Blume und wurden damit in die Mittelstufe verabschiedet. Anschließend öffnete sich der Vorhang zur Ausstellung der Projektwoche. Stolz präsentierten die Kinder ihre Werke, Ideen und Ergebnisse aus den vergangenen Tagen. Im dritten Innenhof wartete danach ein liebevoll vorbereitetes Buffet mit vielen leckeren Köstlichkeiten. So fand die Projektwoche einen rundum gelungenen Ausklang.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Lehrkräften, Mitarbeitenden, Praktikantinnen und Praktikanten, Helferinnen und Helfern, Eltern sowie natürlich den Kindern. Gemeinsam haben sie gezeigt, wie viel Freude Lernen, Entdecken und Miteinander machen können.

