Unter dem Motto „Casino Night“ verabschiedete die Montessorischule Kaufering am 24. Juli ihre insgesamt 55 Absolventinnen und Absolventen des Qualifizierenden (9. Klasse) und des Mittleren Schulabschlusses (10. Klasse). Aula und Turnhalle waren in den Farben Gold, Weiß und Schwarz festlich geschmückt und boten mit Spielkarten und Jetons den stilvollen Rahmen für einen Abend voller Feierlaune und Freude.
Den Auftakt bildete die feierliche Zeugnisübergabe. Mit selbstgewählter Musik und schöner Kleidung hatte jeder den eigenen großen Auftritt. Stolz nahmen die Schüler ihre Zeugnisse entgegen und wurden von Familien, Freunden und Lehrkräften mit herzlichem Applaus gefeiert. Die guten Ergebnisse spiegelten den Einsatz des Jahrgangs wider: Der Notendurchschnitt beim Qualifizierenden Abschluss lag bei 2,24, beim Mittleren Schulabschluss sogar bei 1,98. Viele der „Quali-AbsolventInnen“ bleiben noch ein weiteres Jahr an der Schule. Für die MSA-Absolventen heißt es, endgültig Abschied von ihrer Montessorischule zu nehmen, um eine Ausbildung zu beginnen oder eine weiterführende Schule wie FOS oder Gymnasium zu besuchen.
In seiner Ansprache blickte der Schulleiter Fabian Helas auf eine besondere Zeit zurück. Die diesjährigen Abschlussjahrgänge hätten nicht nur ihre Schulzeit gemeistert, sondern zugleich den Wandel der Oberstufe aktiv mitgestaltet. Neue Strukturen und Prozesse seien gemeinsam entwickelt worden – oftmals nach dem Grundsatz: „Wir finden das gemeinsam heraus.“ Gerade dadurch hätten die Jugendlichen gelernt, selbstständig, flexibel und lösungsorientiert zu handeln.
Ilona Churchill (wirtschaftliche Vorständin) machte den Absolventen Mut für ihren weiteren Weg: Nicht immer seien die Bedingungen perfekt, und unklare Situationen würden sie auch im späteren Leben begleiten. „Türen werden sich nicht immer automatisch öffnen“, lautete eine der zentralen Botschaften. „Ihr habt jedoch gelernt, anzuklopfen – und wenn nötig, auch einen anderen Eingang zu finden.“
Der Oberstufenleiter Simon Kukla fasste die Erfahrungen des Jahrgangs mit den bekannten Leitlinien Maria Montessoris „Hilf mir, es selbst zu tun“ und „Hilf uns, es gemeinsam zu tun“ zusammen.
Für einen ebenso humorvollen wie bewegenden Rückblick sorgten anschließend zwei Absolventinnen. Mit viel Witz erinnerte eine Schülerin an gemeinsame Erlebnisse und bedankte sich bei Lehrkräften und Eltern für die Unterstützung während ihrer Schulzeit. Besonders eindrucksvoll schilderte eine Quereinsteigerin ihre Erfahrungen an der Montessorischule. Im Vergleich zu ihrer früheren Regelschule habe sie den Unterricht als deutlich wertschätzender erlebt – geprägt von Begegnungen auf Augenhöhe, Praxisnähe und einer starken Förderung der Selbstständigkeit. Diese Erfahrung habe sie nachhaltig geprägt.
Nach dem offiziellen Teil wurde gemeinsam gefeiert. Ein reichhaltiges Buffet sorgte für das leibliche Wohl, bevor bei einem unterhaltsamen Ratespiel, bei dem Lehrernamen aus Popsongsherausgehört werden sollten, Schülerinnen und Schüler gegen die Lehrkräfte antraten. Eine Tanzeinlage einer Schülerinnengruppe begeisterte das Publikum und leitete in den geselligen Teil des Abends über. Schließlich füllte sich die Tanzfläche schnell, und alle Anwesenden feierten gemeinsam den erfolgreichen Abschluss.
Mit ihren Zeugnissen in der Hand und vielen Erinnerungen im Gepäck verabschiedeten sich die Absolventen von ihrer Schulzeit. Der Abend machte deutlich: Neben fachlichem Wissen nehmen sie vor allem mit, eigenverantwortlich, flexibel und teamorientiert zu handeln – beste Voraussetzungen für ihren weiteren Lebensweg.

